Informationen zur Varusjagd

Die Gaststätte Bienenschmidt wird in diesem Jahr wieder geöffnet haben.

Das neue Team wird uns nach besten Möglichkeiten unterstützen. Bitte die Plätze für Wohnwaagen und Wohnmobile sofort nach Ankunft in der Gaststätte anmelden. Strom steht nur begrenzt zur Verfügung. Bitte die Stellplätze von den Platzwarten zuweisen lassen.

Wir haben seit einigen Jahren ein verstärktes Aufkommen von stark zerschossenen Zielen. Aus diesem Grund gibt es auf unserem Turnier folgendes zu beachten:

Pfeilschaft und Spitze sollten den selben Durchmesser haben. Nicht erlaubt sind : Jagdspitzen, Bodkin- oder Gabelspitzen etc. sowie Protektorringe an den Spitzen. Durch meist zu große Spitzen und P-Ringe werden die Einschußlöcher beim Herausziehen der Pfeile regelrecht ausgeschält, sodass die Ziele ungewöhnlich stark in Mitleidenschaft gezogen werden. Es wird für Veranstalter immer teurer Turniere auszurichten. Die Ziele kosten viel Geld und die Schäume werden nicht besser. Wir setzen das Geld viel lieber dafür ein, Euch mit guten Preisen zu erfreuen. Der Wechsel in eine andere Bogenklasse muß vor dem Wettkampf angemeldet werden.
Es ist darauf zu achten, daß Bogen- und Pfeilmaterial auf die Angaben in der Ausschreibung abgestimmt ist.  Sonderklassen, wie z. B. Reiterbogen, werden passend einsortiert oder wenn in genügender Anzahl vorhanden, in einer eigenen Bogenklasse untergebracht.

Bogenklassen / Stilarten

Primitivbogen (PB)

Lang-, Recurve-, Flach- oder Reiterbogen einteilig, ausschließlich aus Holz und/oder Naturmaterial.  Keine Pfeilauflage, kein Schussfenster oder eingearbeitete Pfeilauflage (nur über Handrücken), kein Stabilisator oder Gewicht, mediterraner Abschuss. Nur Holzpfeile mit Naturbefiederung.

Langbogen (LB)

Langbogen ein- oder mehrteilig, Griffstück und Wurfarme ausschließlich aus Holz, mit Glas- Kunststoffverstärkung. Keine Pfeilauflage (nur über Shelf), kein Stabilisator oder Gewicht, mediterraner Abschuss. Alle Pfeilarten (kein Splittercarbon), nur Naturbefiederung.

Traditioneller Recurvebogen (TRB)

Recurvebogen ein- oder mehrteilig, Griffstück und Wurfarme ausschließlich aus Holz, mit Glas- Kunststoffverstärkung. Max. Länge  168 cm (66  inch). Keine Pfeilauflage (nur über Shelf), kein Stabilisator oder Gewicht, mediterraner Abschuss. Alle Pfeilarten (kein Splittercarbon), nur Naturbefiederung.

Bowhunter Recurve (BHR)

Recurvebogen beliebige Länge, ein- oder mehrteilig, aus beliebigem Material. Mit Pfeilauflage, Jagdstabi (12 inch.), Untergriff (oberer Finger berührt den Pfeilschaft) erlaubt. Alle Pfeilarten (kein Splittercarbon)

 ACHTUNG !

Alle Bogenklassen werden ohne Visier oder Zielhilfsmittel geschossen.

Der traditionelle Bogensport

Traditioneller Bogensport gewinnt an Bedeutung in OWL

Weit über 300 Bogenschützen aus ganz Deutschland und darüber hinaus werden seit 2009 jedes Jahr in Lage-Hörste erwartet.  In dem abwechslungsreichen Gelände von Klaus Ellermann, rund um die Waldgaststätte Bienenschmidt, stellen sie ihr Können unter Beweis. Norbert Thierjung und die Teutoburger Bogenschützen stecken einen anspruchvollen Parcours ab, der den Bogensportlern einiges abverlangt. Sie treten in unterschiedlichen Alters- und Bogenklassen auf. Neben den alten Hasen stellen sich auch Jugendliche unter 17 Jahren dem Wettbewerb.

Der traditionelle Bogensport hat seine Ursprünge in der Jagd

Er unterscheidet sich maßgeblich von der olympischen Bogensportart. Beim Zielen sind beide Augen geöffnet und der Schütze konzentriert sich einzig auf das Ziel. Es werden weder Visier noch irgendwelche Referenzpunkte am Bogen, am Pfeil oder in der Natur zur Hilfe genommen. Das Zielen wird dem Unterbewusstsein überlassen. Es speichert jeden Schuss und ruft vergleichbare Situationen wieder ab. Durch Übung prägt sich eine Hand-Auge-Koordination oder eine Art Muskelgedächtnis aus. Allein durch die Konzentration auf das Ziel, einen möglichst kleinen Punkt, steuert das Unterbewusstsein den Winkel des Bogenarms und die Seitenrichtung, bis die Flugbahn des Pfeils stimmt.

Diese Art Bogen zu schießen bedingt ein anderes Umfeld, als es bei olympischen Bogensportanlagen gegeben ist. Vielmehr wird auf einem Feld- oder Jagdparcours in freier Natur eine Jagd simuliert. Aus verschiedenen Entfernungen und unter jeweils anderen Bedingungen zu schießen, macht einen wesentlichen Unterschied zum eher statischen olympischen Bogensport aus. Durch das intuitive Schießen meistert der traditionelle Schütze Gegenlicht, Dunkelheit, Hindernisse, Steigungen oder Schüsse aus einer Deckung heraus.

Der Trend im Bogensport nimmt in die traditionelle Richtung zu.

Die Freude am Schießen selbst wird dem Leistungsdenken vorgezogen und eine Naturverbundenheit gefördert und gelebt. Das Areal rund um die Waldgaststätte Bienenschmidt bietet mit seinem abwechslungsreichen Gelände hervorragende Voraussetzungen für anspruchsvollen traditionellen Bogensport. Geselligkeit und Gemeinschaftssinn kommen ebenfalls nicht zu kurz. So treffen sich Schützen und Schützinnen am Samstagabend nach dem Turnier zum gemeinsamen Essen. Das bietet Gelegenheit zum Austausch über Turniere, Sportgerät und so mache „Spitzenleistung“ der Sportler.

Fast unbemerkt hat sich mit der Varusjagd in Lage Hörste ein Sportevent etabliert, das Bundesweit seines Gleichen sucht. Bogensport ist in Lage und Umgebung, nicht zu Letzt durch das freundliche zur Verfügung stellen der Grundeigentümer wie Klaus und Nico Ellermann, zu einer festen Größe geworden. Die Varusjagd richteten Regina und Norbert Thierjung gemeinsam mit den Teutoburger Bogenschützen in Hörste bereits seit 2009 aus und sie gewinnt weiter an Zuspruch. Es werden überwiegend 3-D-Ziele verwendet. Gern würde Thierjung einen festen Parcours in Lage einrichten und dadurch ein weiteres touristisches Highlight in unserer Region schaffen.

Gaststätten/Unterkünfte:

Bienenschmidt

Haus Berkenkamp

Haus Berkenkamp – Landhaus & Cafe in Lage

Hotel Mügge | Übernachtung im Grünen